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Foto: pixland

Neue Studie belegt Vorteile gegenüber Einzelwirkstoffen

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(dgk) Tabletten zu produzieren, die mehrere Wirkstoffe in einer fixen Kombination anbieten, macht nur Sinn, wenn dadurch ein größerer Nutzen für den Betroffenen entsteht. Deshalb unterliegen Wirkstoffkombinationen bei der Zulassung strengen Regeln des Gesetzgebers.


Folgende Vorgaben sind zu erfüllen:
• Jeder verwendete Wirkstoff muss seine eigene Wirkung nachweisen.
• Die Substanzen müssen gemeinsam besser wirken als jeder Einzelwirkstoff allein.
• Das Risiko von Nebenwirkungen sollte in der Kombination geringer sein als beim Einzelwirkstoff in höherer Dosierung.

„Diese Anforderungen werden bei Kopfschmerzmitteln von der Kombination aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein erfüllt“, sagt Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin. Wie groß die schmerzlindernde Wirkung und damit auch der therapeutische Nutzen der Kombination tatsächlich ist, konnte jetzt eine neue Studie führender deutscher Spezialisten belegen. An der Untersuchung nahmen 1.743 Frauen und Männer teil.

Wichtigstes Ergebnis war, dass die Dreier-Kombination allen Vergleichsbehandlungen deutlich überlegen ist. Sie konnte den Schmerz am schnellsten um die Hälfte verringern. Mit dieser effektiven Behandlung waren auch die meisten Patienten nicht in ihren normalen täglichen Aktivitäten eingeschränkt. Ein entscheidendes Kriterium für Betroffene. Die Verträglichkeit wurde von über 90 Prozent der Patienten als sehr gut oder gut bewertet.

Der Studienleiter Prof. Dr. Hans-Christoph Diener von der Universität Essen schätzt die Ergebnisse als wegweisend ein für die Kopfschmerztherapie allgemein, besonders aber für die Selbstbehandlung der Patienten und die Beratung durch den Apotheker. Der Großteil der Betroffenen behandelt sich selbst mit frei verkäuflichen Arzneimitteln. Bei der Auswahl des geeigneten Medikamentes kann sich der Patient nun auf die wirksame, sichere und gut verträgliche Therapie mit der Dreier-Kombination verlassen, die dem handelsüblichen Thomapyrin entspricht. Nach Dieners Ansicht ist sie wegen des positiven Nutzen-/Risiko-Verhältnisses den Einzelwirkstoffen wie ASS oder Paracetamol deutlich überlegen. Auch wenn gegen die Selbstbehandlung von Kopfschmerzen nichts einzuwenden ist, müssen Betroffene folgendes beachten. „Schmerzmittel sollten nicht mehr als drei Tage hintereinander oder zehn Tage im Monat verwendet werden. Sonst droht ein Schmerzmittelkopfschmerz“, rät Dr. Jansen. Halten die Beschwerden an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


 
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