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Die Volkskrankheit Gelenkschmerz legt Millionen Deutsche lahm
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| Rückenschmerzen gefährden einige Berufsgruppen besonders stark |
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 Gegen Schmerzen hilft Wärme oder Kälte
 Wärme und Kälte können Schmerzen lindern – aber wann hilft was? Eine Faustregel: Kälte hilft bei akuten Schmerzen, Wärme bei chronischen. Bei einer Prellung beispielsweise sollte sofort gekühlt werden, Wärme ist erst nach einigen Stunden oder Tagen sinnvoll.
Entzündungen werden von einer gesteigerten Durchblutung begleitet. Die Kälte zieht die Gefäße zusammen und hemmt so Entzündungen und Schwellungen. Auf die Muskeln wirkt Kälte zunächst entspannend, nach einer Zeit aktiviert sie die Muskeln aber. Akute Schmerzen reagieren meist gut auf Kälte. Am einfachsten kann man mit einem Eisbeutel kühlen. Besser formbar sind fertige Kältekompressen, sie halten ihre Temperatur etwa eine Stunde lang. Ein Vorteil der Kompressen ist, dass sie nach einem Erwärmen im Wasserbad auch als Wärmekissen dienen können. Viele Apotheken bieten Kompressen an, die für den sofortigen Einsatz bereits gekühlt sind. Für die Sporttasche gibt es Sofort-Kältepacks. Hier entsteht die Kälte durch eine chemische Reaktion, diese Kompressen sind nur einmal verwendbar. Alternativ dazu kann man ein Eisspray benutzen. Wichtig: Bei Verstauchungen sofort kühlen, so lassen sich starke Schwellungen verhindern.
Wärme steigert die Dehnbarkeit von Sehnen und Bändern, die Gelenke werden beweglicher. Weil die Muskelspannung sinkt, hilft Wärme bei Verspannungen. Durch die verbesserte Durchblutung wird das Gewebe besser mit Nährstoffen versorgt, Abfallprodukte werden schneller abtransportiert. Wärme kann auch gegen Schmerzen der inneren Gefäße helfen, beispielsweise bei Menstruationsbeschwerden. Oft reicht schon eine Wärmflasche oder ein mit heißem Wasser getränktes Handtuch. Packungen aus Fango können die Wärme länger halten. Bei Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule oder einzelner Gelenke wirken sie durch gezielte Wärmeabgabe muskelentspannend und durchblutungsfördernd. Tagsüber sind gefäßerweiternde Salben und Pflaster aus der Apotheke empfehlenswert, denn sie schränken die Bewegungsfähigkeit nicht ein. Wer an einer akuten Entzündung oder Fieber leidet, sollte auf Wärmeanwendungen verzichten. Auch bei Problemen mit den Venen oder der Durchblutung ist der Arzt gefragt. (Quelle: ABDA)
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