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Die Volkskrankheit Gelenkschmerz legt Millionen Deutsche lahm
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| Rückenschmerzen gefährden einige Berufsgruppen besonders stark |
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 Keine Angst vor Morphin
 Starke Schmerzen sind häufiger als vermutet. Unter ihnen leiden beispielsweise viele Patienten mit einer Tumorerkrankung, und das nicht nur in der Endphase. In der modernen Schmerzbehandlung spielen Medikamente eine wichtige Rolle. Bei starken Schmerzen setzt der Arzt vor allem Morphin und verwandte Wirkstoffe ein. Einige von ihnen unterliegen dem Betäubungsmittelrecht, denn bei missbräuchlicher (!) Anwendung können sie süchtig machen. Sie werden daher auf einem speziellen Rezept verordnet, die Lagerung wird in der Apotheke penibel überwacht.
Nach Schätzungen bräuchten in Deutschland über eine halbe Million Menschen diese Medikamente. Die in Deutschland jährlich verordnete Morphinmenge reicht allenfalls für jeden fünften Schmerzpatienten aus. Zwar werden heute mehr Betäubungsmittel verordnet als in der Vergangenheit, im europäischen Vergleich aber immer noch zu wenig. Umgerechnet auf die Einwohner wurden in Dänemark fast viermal, in Österreich mehr als doppelt so viele Betäubungsmittel verordnet wie hierzulande. Es gibt mehrere Gründe, warum stark wirksame Schmerzmitteln zu selten eingesetzt werden. Neben den komplizierten Richtlinien für den Arzt sind es auch die Ängste der Patienten, die eine angemessene Schmerzbehandlung verhindern. Einige befürchten, abhängig zu werden. Diese Angst ist nach Angaben des Apothekenportals www.aponet.de unbegründet, denn therapeutisch werden die Schmerzmittel in kleinen Dosierungen nach einem festen Zeitschema eingenommen. So bleibt der süchtig machende „Kick“ aus.
Viele Menschen verbinden Morphin mit Endstadium und Tod. Auch dies ist nicht richtig, denn stark wirksame Schmerzmittel werden auch in der Frühphase einer Tumorerkrankung oder bei krebs-unabhängigen Schmerzen eingesetzt. Diese Medikamente umnebeln auch nicht die Sinne, sie verursachen keinen Dämmerzustand. Im Gegenteil, bei einer richtigen Schmerzbehandlung ist sogar Autofahren möglich. Jeder Patient hat einen Rechtsanspruch auf angemessene Schmerzbehandlung. Daher sollten Menschen mit starken Schmerzen mit ihrem Arzt reden. (Quelle: ABDA)
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