
Die Volkskrankheit Gelenkschmerz legt Millionen Deutsche lahm
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| Rückenschmerzen gefährden einige Berufsgruppen besonders stark |
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 10-Punkte-Programm für Personen mit Gelenkschmerzen
 "Für die Therapie von Gelenkerkrankungen ist es von zentraler Bedeutung, dass der richtige Patient die richtige Therapie zum richtigen Zeitpunkt erhält." Prof. Dr. Josef Zacher, Vorsitzender der "Initiative Stark gegen den Schmerz", formulierte diese Zielsetzung im Rahmen einer Diskussion, zu der die Initiative Patienten, Mediziner, Politiker und Vertreter von Krankenkassen eingeladen hatte. Als Ergebnis des runden Tisches verabschiedeten dessen Teilnehmer ein 10-Punkte-Programm, das dazu beitragen soll, die Situation von Millionen deutscher Patienten mit Gelenkschmerzen zu verbessern.
Was kann ein Patient mit Gelenkschmerzen tun, um seine individuelle Situation zu verbessern? Die Teilnehmer des runden Tisches waren sich einig, dass Patienten als wichtigen Schritt ihr Schicksal stärker selber in die Hand nehmen sollten: durch die Suche nach Informationen, durch den Dialog mit Ärzten, durch den Kontakt mit Selbsthilfegruppen.
Gudrun Schaich-Walch, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion für den Bereich Gesundheit, Soziale Ordnung und Petitionen, betonte, dass die Regierung in den vergangenen Jahren
eine stärkere Förderung von Selbsthilfegruppen durchgesetzt habe. Laut Schaich-Walch sei es wichtig, die begrenzten Ressourcen richtig einzusetzen: "In Zeiten leerer Kassen ist die entscheidende Frage, ob wir das, was wir verteilen, richtig verteilen."
Dr. Wolfgang Bolten, Rheumatologe aus Frankfurt: "In der Praxis eines Rheumatologen in Garmisch-Partenkirchen habe ich ein Schild gesehen mit der Aufschrift: Der aufgeklärte Patient ist der
billigste." Dem schloss sich Prof. Dr. Josef Zacher an: Er wollte nicht von mangelnden Ressourcen für die Versorgung der Schmerzpatienten sprechen, sondern von einer Fehlversorgung. Vor diesem Hintergrund forderte auch er den "mündigen Patienten, der dann im Arztgespräch eine aktive Rolle spielen kann".
Die Teilnehmer des runden Tisches verabschiedeten ein 10-Punkte-Programm, das Betroffenen als Leitfaden dienen kann. Das Programm findet sich auf der Homepage der Initiative www.stark-gegen-schmerz.de oder kann über die kostenlose Hotline 0800 - 73 89 89 0 angefordert werden. (Quelle: ots)
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