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Erwachsene necken Kinder gern mit der Frage "Was ist schwerer - ein Pfund Federn oder ein Pfund Blei?". Bis zu einem gewissen Alter antworten die meisten Kinder prompt: "Blei" - sehr zum Amusement der Erwachsenen. Doch Erwachsene lassen sich, wenn es um Mengenverhältnisse geht, manchmal genauso täuschen. In einer Studie mit Eiskrembechern, die in der Zeitschrift "Current Directions in Psychological Science" erschienen ist, zeigen amerikanische Forscher, wie sich auch Erwachsene von der Aufmachung in die Irre führen lassen.

Das Team um Christopher Hsee von der University of Chicago präsentierte Erwachsenen zwei Becher mit losem Speiseeis. Der eine Becher fasste etwa 140 Gramm und war mit rund 200 Gramm Eis gefüllt, so dass das Eis über den Rand quoll. Der andere Becher hatte Platz für circa 280 Gramm Eis, war aber nur mit knapp 230 Gramm befüllt. Objektiv war natürlich im zweiten Becher mehr enthalten als im ersten. Die Versuchspersonen gingen in ihrer Entscheidung, welchen Becher sie wollten, jedoch nur vom Augenschein aus: Im ersten Becher türmte sich das Eis, also musste es mehr sein.

Wenn etwas nicht direkt mit einem Gegenstand der gleichen Art verglichen werden kann, wird man auch als Erwachsener unsensibel für Größen- oder Mengenverhältnisse. "Aber im Grunde wissen wir ja nicht, was fehlt, und so sind wir glücklich mit unseren Entscheidungen", so die Forscher. (Quelle: Current Directions in Psychological Science)

Links:
University of Chicago: www.uchicago.edu


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