
Die Volkskrankheit Gelenkschmerz legt Millionen Deutsche lahm
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| Rückenschmerzen gefährden einige Berufsgruppen besonders stark |
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 Das Kreuz mit dem Kreuz: Rückenschmerzen Was sind unspezifische Rückenschmerzen?
 „Unspezifische Rückenschmerzen“ kennen rund 80 Prozent der Erwachsenen. Es sind Rückenschmerzen, deren Ursache Verspannungen oder Fehlbelastungen sind. Zwei wichtige Diagnosekriterien sind, im Gegensatz zu spezifischen Rückenschmerzen nach Bandscheibenvorfall oder anderen Schäden an der Wirbelsäule:
1. Bei unspezifischen Rückenschmerzen können die Patienten ihre Arme und Beine weiterhin völlig normal und kraftvoll bewegen.
2. Es gibt keine Ausfälle von Nerven und keine Fehlempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle.
Drei von zehn Patienten mit Rückenbeschwerden leiden unter unspezifischen Rückenbeschwerden. Wichtig: Diese Art von Schmerzen ist keine Krankheit.
Woher kommen die Schmerzen?
Diese Rückenschmerzen können beispielsweise durch Stress und Sorgen entstehen oder dadurch, dass man zu lange sitzt oder steht. Langes Sitzen ist die größte Belastung für die Wirbelsäule. Der Rücken ist auf Bewegung angewiesen. Denn die Bandscheiben, die zwischen den einzelnen Wirbelkörpern sitzen, haben keine eigene Blutversorgung. Ein Austausch der Flüssigkeiten in den Bandscheiben ist nur durch eine Pumpwirkung möglich, die durch Bewegung des Rückens entsteht. Durch viel Bewegungen werden außerdem die Rückenmuskeln gestärkt. Die Wirbelsäule ist recht stabil. Die Wirbelkörper sind über Gelenke miteinander verbunden und werden durch die Bandscheiben, die Bänder und die Muskeln zusammengehalten. Sind diese Muskeln zu schwach, dann leiden die Patienten immer wieder unter Rückenschmerzen. Ein gezieltes Aufbautraining für die Rückenmuskulatur hilft in diesem Falle.
Was kann man gegen unspezifische Rückenschmerzen tun?
Patienten, die regelmäßig joggen, walken oder schwimmen, werden kaum Probleme mit unspezifischen Rückenschmerzen haben. Denn diese Schmerzen lassen sich am besten dadurch vermeiden, dass man sich viel bewegt. Wer nicht dreimal pro Woche laufen oder schwimmen gehen kann, sollte seinen Rücken dennoch so oft wie möglich bewegen. Also immer wieder - vor dem Bildschirm beispielsweise - mindestens jede halbe Stunde sich strecken und dehnen. Außerdem so viel wie möglich zu Fuß erledigen. Denn die Pumpwirkung ist für die Bandscheiben beim Gehen am stärksten. Für den Rücken ist es also gut, beispielsweise in der Mittagspause eine Runde um den Block zu gehen.
Genau so wichtig ist es aber auch, dem Rücken Entspannung zu gönnen. Viele IT Unternehmen erlauben ihren Angestellten mittlerweile kurze Mittagsschläfchen. Das ist nicht nur für die Seele eine gute Erholungspause. Auch der Rücken profitiert davon.
Schmerzmittel: Ja oder nein?
Patienten, die unter unspezifischen Rückenschmerzen leiden, sollten auch aktiv etwas gegen diese Schmerzen unternehmen, sich also auch möglichst viel bewegen. Außerdem sollten sie den Rücken warm halten. Wenn die Schmerzen zu stark sind, können sie auch kurzfristig ein Schmerzmittel nehmen. Das ist wichtig, um einen Teufelskreis zu vermeiden: Wer Schmerzen hat, bewegt sich wenig, um die Schmerzen zu vermeiden. Dadurch verspannen sich noch mehr Muskeln, was wiederum Schmerzen erzeugt ...
Diagnose
Größere apparative Untersuchungen beim Arzt sind eigentlich nicht notwendig. Erst dann, wenn der Schmerz nach zwei Wochen noch nicht verschwunden ist, sollte beispielsweise ein Röntgenbild gemacht werden. Auch wenn irgendwo im Körper zusätzlich Taubheitsgefühle auftreten, ist eine genauere Untersuchung notwendig.
Links und Adressen
Patientenleitlinien, erarbeitet von Experten der Universität Witten-Herdecke finden Sie unter: www.patientenleitlinien.de/Rueckenschmerz/rueckenschmerz.html
Anschrift: Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Str. 50, 58448 Witten
Tel.: (+49) 2302 / 926-0 Fax.: (+49) 2302 / 926-407
Ein Artikel zu dem Thema wurde in der Ärztezeitung veröffentlicht: www.aerztezeitung.de/docs/2004/11/15/398f0810.asp?cat=/medizin/schmerz
Anschrift: Ärzte Zeitung Verlagsgesellschaft mbH
Am Forsthaus Gravenbruch 5, 63263 Neu-Isenburg
Ein Artikel zu dem Thema, der von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht wurde: www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/stiftung/hs.xsl/17631_17823.html
Anschrift: Bertelsmann Stiftung
Carl-Bertelsmann-Straße 256, 33311 Gütersloh
(Quelle: Sendung Leonardo, WDR)
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