
Die Volkskrankheit Gelenkschmerz legt Millionen Deutsche lahm
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| Rückenschmerzen gefährden einige Berufsgruppen besonders stark |
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 Der 15. März ist Tag der Rückengesundheit
 Rund 1.000 Aktionspartner bieten am 15. März 2006 zum fünften Tag der Rückengesundheit unter dem Motto „Helfen und heilen – Medizin gegen Rückenschmerzen“ vielfältige Aktionen zum Mitmachen, zur Beratung und Information an. „Unser Ziel ist es, die Hilfe zur Selbsthilfe zu stärken und über Möglichkeiten der Therapie zu informieren“, sagt Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK), das den Rückentag in Zusammenarbeit mit der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) organisiert.
Rückenschmerzen aktiv vorbeugen
„Der erfolgreichste Weg Rückenschmerzen zu verhindern ist, aktiv zu sein“, rät Helga Freyer, Krankengymnastin aus Wittelsberg. „Mehr Bewegung in den Alltag zu bringen ist gar nicht so schwer. Man muss es nur tun“, so Freyer. Als Strategie empfiehlt die Physiotherapeutin den täglichen „Sitzmarathon“ daraufhin zu überprüfen, wann Bewegung aus Bequemlichkeit vermieden wird. Wer lange nicht aktiv war, sollte sportliche Aktivitäten zunächst unter fachlicher Anleitung beginnen.
Auch das eigene Umfeld sollte rückenfreundlich gestaltet werden. Bett, Arbeitsplatz, Sofa oder Autositz können zur Vorbeugung beitragen, wenn sie den Anforderungen an rückengerechte Produkte genügen. Das Gütesiegel der AGR bietet dabei eine wichtige Orientierungshilfe. Sowohl für die fachliche Beratung durch geschulte und zertifizierte Fachhändler als auch beim Kauf.
Hilfe zur Selbsthilfe
Kurzzeitig auftretende Rückenbeschwerden können von den Betroffenen meist selbst gelindert werden. „Wärmeanwendungen zum Beispiel fördern die Durchblutung und entspannen schmerzhaft verkrampfte Muskulatur“, sagt Apotheker Dr. Peter Stein aus Köln. Bessern sich die Rückenschmerzen jedoch nach ein paar Tagen nicht, werden sie sogar schlimmer oder kommt Fieber hinzu, sollte der Arztbesuch nicht hinausgezögert werden. „Wer zu lange wartet und die Warnzeichen ignoriert, riskiert gesundheitliche Schäden“, gibt Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin zu bedenken. Solche Warnzeichen sind zum Beispiel Lähmungserscheinungen an Blase, Mastdarm oder Beinen. Dann muss nach Ansicht vieler Orthopäden operiert werden.
Krankengymnastik steht vor Operation
„Trotz moderner Operationstechniken sollte ein Eingriff wohl überlegt sein“, sagt Dr. Matthias Psczolla, ärztlicher Direktor der Loreley-Kliniken St. Goar. Vorher sollten alle Möglichkeiten einer konservativen Therapie ausgeschöpft werden, fordert der Orthopäde. Im Vordergrund steht dabei die Krankengymnastik. Welche physiotherapeutischen Techniken zum Einsatz kommen, richtet sich nach den Symptomen und der genauen Diagnose.
Schmerztherapie lindert die Beschwerden
„Wer Rückenschmerzen hat, bewegt sich nicht gern“, stellt Dr. Dietmar Krause vom DGK fest. Vorraussetzung für aktive Bewegung ist eine effektive Schmerztherapie. Die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bilden dafür eine gute Grundlage. Danach sollten leichte Beschwerden mit nicht-steroidalen Antirheumatika behandelt werden. Stärkste Rückenschmerzen benötigen opioidhaltige Schmerzmittel, die möglichst lange wirken und nach einem festen Zeitplan gegeben werden. Mit drei Tagen haben opioidhaltige Schmerzpflaster, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Fentanyl, die längste Wirkdauer.
Gemeinsam gegen Rückenschmerzen
Die Adressen der Aktionspartner sind nach Postleitzahlen geordnet unter www.forumschmerz.de zu finden oder unter der Rufnummer 06421/293-125 zu erfragen. Weitere Informationen zum Thema enthält die Broschüre „Aktiv gegen Rückenschmerzen“, die mit einem adressierten und mit 1,45 € frankierten DIN-A5-Rückumschlag kostenlos angefordert werden kann beim Deutschen Grünen Kreuz, Stichwort: Rückenschmerzen, Postfach 1207, 35002 Marburg. (Quelle: sra des DGK)
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