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 Heuschnupfen kann „ins Auge gehen“
 Bei Heuschnupfen zeigt sich die Pollenallergie häufig auch an den Augen. Typische Beschwerden sind Rötungen und Schwellungen. Juckreiz tritt vor allem am inneren Augenwinkel auf, weil der Blütenstaub dorthin geschwemmt wird. Besonders bei Kindern können die Lider beim Aufwachen durch zu viel Sekret verklebt sein.
Im akuten Heuschnupfenanfall helfen Augentropfen mit Antihistaminika, die den Allergie-Botenstoff Histamin hemmen. Kombinationsarzneimittel mit Antihistaminika und gefäßzusammenziehende Augentropfen bessern gerötete Augen rasch. Sie sollten aber nur wenige Tage lang eingesetzt werden, da sie die Augenschleimhaut austrocknen. Vorbeugend wirken Augentropfen mit den Wirkstoffen Cromoglicinsäure oder Nedocromil. Sie sollten schon einige Wochen vor der Heuschnupfensaison eingenommen werden. Gegen akute Beschwerden wirken sie kaum. Wenn Augentropfen mit Antihistaminika nicht ausreichen, kann der Arzt andere Kortison-artige Wirkstoffen verordnen. Bei einer lokalen Anwendung treten keine Nebenwirkungen auf. Die Wirkung der kortison-haltigen Augentropfen setzt verzögert ein.
Es gibt Augentropfen mit und ohne Konservierungsmittel. Da die Schleimhaut der Augen durch den Heuschnupfen stark gereizt ist, sollten nicht-konservierte Produkte bevorzugt werden. Gleiches gilt für Kontaktlinsen-Träger. Unkonservierte Augentropfen sind in Ein-Dosis- (EDOs) oder Ein-Tages-Portionen abgefüllt, die Menge reicht nur einen Tag lang. Spätestens 24 Stunden nach dem Öffnen müssen eventuelle Reste weg geworfen werden, da sie dann bakteriell zersetzt sein können.
Augentropfen helfen schnell gegen gerötete, tränende Augen. Aber gerade Heuschnupfen-Geplagte finden es oft schwierig, Augentropfen anzuwenden. Das Apothekenportal aponet.de nennt einen Trick: Einen Tropfen auf den inneren Lidwinkel des geschlossenen (!) Auges setzen und dann die Augen öffnen. So fließen die Augentropfen fast von allein in das Auge. (Quelle: ABDA)
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