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 Elektronischer Kopfschmerzkalender für unterwegs Verbesserte Therapiekontrolle per Handy
 Kopfschmerzen haben viele Ursachen. Durch das Führen eines Tagebuches lernt der Betroffene seine Kopfschmerzen besser kennen und bestimmte Auslöser werden ihm bewusst. Im Schmerzentrum Berlin können Patienten jetzt ihren Kopfschmerzkalender elektronisch auf dem Handy führen. „Die mobile Datenübertragung erleichtert uns die Diagnose, kontrolliert den Therapieerfolg und verbessert die Behandlungstreue der Patienten“, zählt der ärztliche Leiter, Dr. med. Jan-Peter Jansen, die Vorteile auf.
Bei über 200 beschriebenen Formen von Kopfschmerz ist die Diagnose nicht immer ganz einfach. Damit Arzt und Patient möglichst schnell feststellen können, um welchen Kopfschmerz es sich handelt, ist das Führen eines Kopfschmerzkalenders sinnvoll. Darin werden zum Beispiel Ort und Stärke, aber auch Begleitsymptome und Medikamente notiert. „Durch die Elektronische Datenerfassung verringert sich nicht nur die Papiermenge und ich muss keine Patientenakten mehr durchsuchen, sondern habe auf Knopfdruck eine komplette Analyse des Schmerz- und Medikationsverlaufes als Schmerzkurve vor Augen“, beschreibt Jansen den Nutzen. So kann der Arzt zum Beispiel die Häufigkeit von Migräneattacken feststellen, die Wirkung der Therapie beurteilen und erkennen, ob vielleicht eine Prophylaxe notwendig wird.
Nach der Eingangsuntersuchung bekommt der Patient einen persönlichen Schmerzfragebogen auf sein Handy geladen. Bei jeder Schmerzattacke beantwortet er dann die Fragen auf seinem Handy und sendet die Daten an den Arzt oder speichert alle Daten bis zum nächsten Arztbesuch. Für die meist schwierige Bestimmung des Schmerzortes wurde von Dr. Francis Baudet, Schmerzexperte aus Aachen, ein spezielles Kopfschema entwickelt. Dabei sind abgegrenzte Kopfregionen mit Nummern versehen. Statt unklarer Beschreibungen kann die betroffene Region nun exakt bezeichnet werden. Die mobile Schmerzerfassung per Handy hat sich nach Auskunft von Dr. Jansen schnell etabliert und bereits bewährt. Zurzeit nutzen etwa 40 Praxen den elektronischen Kopfschmerzkalender.
Wer trotzdem gern etwas in der Hand hält, kann einen Kopfschmerzkalender für Erwachsene oder Kinder aus Papier mit hilfreichen Informationen zur Krankheit gegen Einsendung einer Schutzgebühr von 0,55 € in Briefmarken und einen frankierten DIN-A5-Rückumschlag erhalten, beim Deutschen Grünen Kreuz, Stichwort, Postfach 1207, 35002 Marburg oder kostenlos im Internet unter www.forum-schmerz.de . (Quelle: sra)
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