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Die Volkskrankheit Gelenkschmerz legt Millionen Deutsche lahm
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| Rückenschmerzen gefährden einige Berufsgruppen besonders stark |
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 Zukunft der Schmerztherapie nicht gesichert
 Die Politik versucht gegenwärtig durch eine Reform des Gesundheitssystems die Versorgung kranker Menschen zu sichern. Angesichts knapper Kassen ist nicht damit zu rechnen, dass ohnehin benachteiligte Patienten wie chronisch schmerzkranke Menschen nun besser gestellt werden. Und auch die Schmerztherapeuten haben wenig Hoffnung auf Besserung, wie eine aktuelle Blitzumfrage unter 365 Mitgliedern der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) ergab.
Demnach erwarten über 90 Prozent der niedergelassenen Kopfschmerzspezialisten aufgrund des Arzneimittelspargesetzes eine deutliche Verschlechterung der medikamentösen Versorgung ihrer Patienten und fühlen sich gleichzeitig durch die gegenwärtige Honorierung in ihrer Existenz bedroht. Trotzdem haben in den letzten Wochen nur etwa 35 Prozent ihre schmerztherapeutische Tätigkeit stärker eingeschränkt. „Das ist ein deutliches Zeichen für die Leidensfähigkeit der Kollegen und den hohen moralischen Anspruch gegenüber den eigenen Patienten“, sagt Dr. Jan-Peter Jansen, Leiter des Ostdeutschen Kopfschmerzzentrums in Berlin und Initiator der Umfrage. Er glaubt aber, dass viele Praxen die aktuelle Situation nicht lange durchhalten werden. „Irgendwann sind die organisatorischen Einsparpotentiale aufgebraucht. Dann müssen wir notgedrungen an der Versorgung sparen, ob wir wollen oder nicht“, so Jansen weiter.
Gegenwärtig verbringt ein Schmerzpatient schon durchschnittlich elf Jahre mit der Suche nach einer geeigneten Therapie. Die Gründe dafür sind vielfältig. Noch immer ist Schmerztherapie an den Universitäten kein Lehrfach. Außerdem wird der Schmerz nicht von allen Ärzten als eigenständiges Krankheitsbild erkannt und anerkannt. Letztlich gibt es auch zu wenige ausgebildete Therapeuten. Und daran wird sich in Zukunft wohl nichts ändern. Denn von den angestellten DMKG-Mitgliedern überlegen zwar viele, sich mit einer eigener Praxis niederzulassen, aber durch die aktuelle Situation im Gesundheitswesen haben 90 Prozent der Umfrageteilnehmer dieses Vorhaben zurückgestellt. „Neben der Unsicherheit über die Zukunft des Gesundheitssystems beklagen viele Kollegen auch das unerträglich hohe Maß an Bürokratie“, sagt Jansen. Und ergänzt: „Dabei würde ich am liebsten den ganzen Tag in Ruhe meine Patienten behandeln.“ Doch davon ist der Alltag eines Schmerztherapeuten derzeit weit entfernt. (Quelle: dgk)
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