
| Liposomale Augensprays lindern "Office Eye Syndrom" |
| Focus DAILIES: Die moderne Art Kontaktlinsen zu tragen |
Hightech-Laserbehandlung in Istanbul
|
| kostenlose Hotlines zu häufigsten Augenerkrankungen |
| Täglich tropfen schützt vor Erblindung |
|
|
 Patienten mit Grünem Star wollen nebenwirkungsarme Medikamente
 Das Glaukom (Grüner Star) ist eine schleichende Augenerkrankung, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Besonders heimtückisch ist, dass die Betroffenen lange Zeit überhaupt nicht bemerken, wie der zu hohe Druck im Auge den Sehnerven unwiederbringlich zerstört. Das Erkrankungsrisiko steigt nach dem 35.Lebensjahr deutlich an.
Etwa eine Million Bundesbürger werden derzeit wegen eines Glaukoms behandelt. Weit mehr noch haben einen überhöhten Augeninnendruck - die Hauptursache des Glaukoms - wissen jedoch nichts davon, weil sie noch keine Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt vornehmen ließen. Experten schätzen die Dunkelziffer auf zwei bis drei Millionen Menschen.
Eine Umfrage des Selbsthilfeverbands Initiative Auge e. V. unter seinen annähernd 2.000 Mitgliedern ergab nun, dass mehr als die Hälfte aller Glaukom-Patienten in Deutschland nicht in den Genuss jener Medikamente kommen, die derzeit den internationalen Standard der modernen Glaukom-Therapie repräsentieren.
Nach Meinung der Initiative Auge e. V. sei nicht einzusehen, weshalb einem Großteil der deutschen Glaukomkranken lediglich die älteren Präparate aus der Gruppe der Betablocker verordnet werden, wo es doch schon längst wirksamere und besser verträgliche Wirkstoffe für die Senkung des Augendrucks wie zum Beispiel die Prostaglandin-Analoga gebe.
Betablocker stellten bis Ende des 20. Jahrhunderts die führende Therapie des Glaukoms dar. In den letzten Jahren haben sie aber in den USA und Europa erheblich an Bedeutung verloren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen sei immer deutlicher geworden, dass der Anfang der 70er Jahre eingeführte Betablocker Timolol nach zwei Jahren bei etwa der Hälfte der Glaukom-Patienten an Wirkung verliert. Zum anderen könnten Betablocker Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall und Asthmaanfälle verursachen.
Im Vergleich dazu fällt das Nebenwirkungsprofil des ersten, Mitte der 90er Jahre zugelassenen Prostaglandins Latanoprost wesentlich günstiger aus. Hier träten bei einigen Patienten nach der Applikation der Augentropfen lediglich gerötete Augen, leichtes Brennen sowie Pigmentierung der Regenbogenhaut auf. Noch wichtiger aber sei die deutlich bessere Wirksamkeit der Prostaglandine, was sich in erster Linie in einer hervorragenden und dauerhaften Augeninnendrucksenkung ausdrücke. Bester Beleg dafür sei, dass sich durch die Einführung von Latanoprost in den USA dort die Operationszahlen bei Glaukom drastisch verringert hätten, wie eine amerikanische Studie zeigte (Strutton, D. R. and Walt, J. G., Trends in Glaucoma Surgery before and after the Introduction of New Topical Glaucoma Pharmacotherapies¸ J. Glaucoma, Volume 13, Nr. 3, Juni 2004).
Inzwischen stehen auch in Deutschland mehrere Prostaglandin-Präparate zur Verfügung. Dass diese bei uns noch nicht eine ähnlich breite Verwendung finden wie in den USA und anderen europäischen Staaten, führen Experten nicht zuletzt auch auf die politisch gewollte Deckelung des Arzneimittelbudgets zurück, die den Ärzten das Verschreiben innovativer Präparate erschwere. Zum Wohle aller Glaukom-Patienten fordert die Initiative Auge hier zum Umdenken auf.
Die Initiative Auge e. V. bietet unter der gebührenfreien Rufnummer 0800-0112118 jeweils mittwochs zwischen 14.00 und 16.00 Uhr eine Telefon-Sprechstunde an, unter der sich Glaukom-Patienten und Interessierte an eine Expertin wenden können. (Quelle: DGK, Initiative Auge e.V.)
Zurück zu Tach, Herr Doktor!
|
|