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Neue Waffe gegen Altersblindheit


Menschen, die an einer feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) leiden, können seit kurzem neue Hoffnung schöpfen. Mit der so genannten Anti-VEGF-Therapie steht seit Mai 2006 nun auch den deutschen Augenärzten ein völlig neues Behandlungsverfahren zur Verfügung, um die feuchte AMD und damit die häufigste Ursache von Altersblindheit besser zu beherrschen.

Etwa zwei Millionen Bundesbürger über 50 Jahre sind von einer AMD betroffen. Bei den meisten Betroffenen handelt es sich um die trockene Form der AMD, die nur sehr langsam das zentrale Sehvermögen verschlechtert. Doch bei ca. 10 bis 15 Prozent der Patienten schreitet der Sehverlust sehr schnell und aggressiv voran. Bei dieser feuchten Form der AMD wuchern im Bereich der Makula neue Blutgefäße. Die Makula ist genau jene Stelle der Netzhaut, mit der wir am schärfsten sehen können. Flüssigkeit und Blut können aus diesen Gefäßen austreten und die Struktur der Makula zerstören.

Mit der neuen Anti-VEGF-Therapie kann die Wucherung der Blutgefäße in der Makula gestoppt werden. Der Wirkstoff muss in das Auge injiziert werden, damit er direkt dort ansetzen kann, wo er gebraucht wird. Diese Behandlung muss im Abstand von jeweils sechs Wochen wiederholt werden, bis das Wachstum der Blutgefäße endgültig zum Stillstand gebracht ist. Die ersten Erfahrungen aus Studien zeigen, dass sich mit dieser Therapie der Sehverlust erfolgreich verlangsamen oder teilweise sogar eine Verbesserung der Sehkraft erzielt werden kann. Der Erfolg der Behandlung ist dann am größten, wenn sie in einem möglichst frühen Stadium der Erkrankung begonnen wird.

Mit dieser neuen Therapie wächst somit auch die Bedeutung der Früherkennung der AMD. Spätestens ab dem 40. Lebensjahr sollte man seine Augen regelmäßig im Abstand von ein bis zwei Jahren vom Augenarzt prüfen lassen. Erste Warnzeichen einer AMD können sein, wenn gerade Linien plötzlich gebogen aussehen, Buchstaben verschwinden oder in der Mitte des Blickfeldes ein verschwommener Fleck erscheint. In der Makula sind die lichtempfindlichen Zellen (Photorezeptoren) am dichtesten gepackt. Je mehr dieser Zellen absterben, umso schlechter sieht die betroffene Person. Im fortgeschrittenen Stadium werden Lesen, Autofahren oder das Erkennen von Gesichtern immer schwieriger bis unmöglich. Für die Erkrankten ist dies ein großer Schock, sie werden zwar im eigentlichen Sinne nicht blind, sind aber doch in ihrem täglichen Leben sehr eingeschränkt und zunehmend auf fremde Hilfe angewiesen. (Quelle: DGK)


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