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Die Volkskrankheit Gelenkschmerz legt Millionen Deutsche lahm
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| Rückenschmerzen gefährden einige Berufsgruppen besonders stark |
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 Wenn Schmerz sich nicht an die Regeln hält Trotz angemessener Behandlung können Schmerzen durchbrechen
 Auch bei individueller Behandlung kommt es bei Schmerzpatienten immer wieder zu plötzlichen Schmerzspitzen, die auch als Durchbruchschmerzen bezeichnet werden. Ein Phänomen, für das die Medizin noch keine eindeutige Erklärung hat und das von Ärzten oft nicht ernst genommen wird. „Obwohl die Ursachen nicht jedes Mal klar sind, gibt es doch auch hierfür eine angemessene Behandlung. Und die sollte den Patienten nicht vorenthalten werden“, so Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V., Marburg.
Als Durchbruchschmerzen bezeichnen Ärzte starke Schmerzattacken, die trotz einer guten medikamentösen Einstellung der Patienten auftreten. Die Auslöser dieser Schmerzen, die das normale Schmerzniveau durchbrechen, sind vielfältig. Bei manchen ist es eine falsche Bewegung bzw. eine Überanstrengung körperlicher oder seelischer Art. Manchmal treten die starken Beschwerden ohne erkennbaren Grund auf. „Meist dauern die Schmerzen weniger als eine Stunde an“, so Krause. Sie können aber mehrfach am Tag auftreten.
Viele Patienten halten diese Schmerzspitzen zu lange aus. Dann besteht die Gefahr einer Chronifizierung. Außerdem bedeutet jede Durchbruchschmerz-Attacke eine erhebliche Belastung und Einbuße an Lebensqualität.
Diese Kurzzeitschmerzen müssen daher genauso ernsthaft behandelt werden wie der Dauerschmerz. Allerdings werden hierzu andere Medikamente benötigt. Da Durchbruchschmerzen schnell, innerhalb weniger Minuten, auftreten, muss auch die Wirkung eines Schmerzmittels schnell eintreten. „Nach einer Stunde sind die Schmerzspitzen oft vorbei, deshalb muss ein geeignetes Medikament auch nur kurz wirken“, so der Schmerzexperte weiter. Bislang waren Morphin-Injektionen der Gabe von Tropfen und anderen schnell wirksamen Zubereitungen zwar überlegen, aber unpraktisch.
Eine neue Option bietet ein opioidhaltiger Stick: Am Ende eines Kunststoffsticks ist eine gepresste Tablette mit dem stark schmerzlindernden Wirkstoff Fentanyl befestigt. Durch Reiben des Sticks an der dünnen und gut durchbluteten Mundschleimhaut geht die Substanz direkt durch die Schleimhaut in den Blutkreislauf über. Innerhalb weniger Minuten tritt die schmerzlindernde Wirkung ein und hält dann zwei bis drei Stunden an. Danach sind die Schmerzspitzen meist abgeklungen.
Die Handhabung des Sticks ist so einfach, dass sie auch zu Hause ohne zusätzlichen Arztbesuch durchgeführt werden kann. Krause rät daher allen Patienten, die immer wieder kurzzeitig mit Schmerzspitzen zu tun haben, mit ihrem Arzt über eine adäquate Behandlung zu sprechen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.forum-schmerz.de
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